zB deswegen wär Exilprovinz' Zone sinnvoll. Allerdings gehts hier drum, dass jemand mit 23,4 km/h ins Abseits läuft. Dazu kommt noch folgendes: Wenn wir uns vorstellen, dass ein Spieler grad vollsprint reinläuft, um einen Pass zu erlaufen und ein rauslaufender Spieler grad volle Kanne raussprintet, weil er das Abseits grad noch so verhindern will, dann bewegt sich beim reinrennenden Spieler das vorgestreckte Bein und beim rausrennenden Abwehrspieler das nachgezogene Bein jeweils ca. doppelt so vielen km/h.
Das ist zwar der Extremfall, aber da reden wir schnell über 30cm zwischen zwei Bildern. Da kann Rechentechnik sicher auch noch Beingeschwindigkeiten präzisieren, aber dafür brauchts als erstes mal die doppelte Bildrate und zum anderen braucht auch die Berechnung des Abspiels zwischen den Frames noch mehr Genauigkeit.
Also legt schon mal die richtigen Essensreste in den Kompost, damit hierorts paar seltene Erden entstehen.
Viel Spaß jedenfalls beim Perfektionswahn, den kann man ja auch zum Sport machen. Aber vielleicht haben ja in einer fernen Zukunft auch ein paar vereinzelte unserer Urenkel noch Interesse an Fußball, die sich dann trotzdem glücklich schätzen dürfen, ein ultimatives Wembley-Abseits zu erleben und 100 Jahre drüber zu babbeln, was gewesen wäre, wenn... Das klänge mir jedenfalls unterhaltsamer, als zu spekulieren, ob eine durchgeführte VAR-Intervention spannende letzte 10 Minuten abgewürgt hat oder dass Gefühle in CPU-Player-eSports nur sinnlosen kardiologisch relevanten Zuschauerstress verursachen.
Letztlich wurscht. Meine Urenkel sind noch nicht da und ich hätt gern Fußball. Und dieser kann soviel mehr zeigen und erzeugen, als Fuß und Ball in Bildern, die 2/100 Sekunden und 20cm auseinander liegen.